28 Days Later

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28 Days Later

Titel: 28 Days Later (engl.)/28 Tage später (dt.)
Laufzeit: 112 Minuten
FSK: 18 Jahre
Erscheinungsjahr: 2002
Regisseur: Danny Boyle
Drehbuch: Alex Garland
Darsteller: Cillian Murphy, Naomie Harris, Brendan Gleeson, Christopher Eccleston, Megan Burns

Der Film 28 Days Later stellt das Katastrophenszenario des Ausbruches einer tödlichen Seuche in London dar. Militante Tierschützer brechen in ein geheimes Forschungslabor ein und befreien eingesperrte Affen, die dort zu Versuchszwecken gehalten werden. Ein mit einem tollwutähnlichen Virus infizierter Affe fällt sofort einen der Befreier an und verletzt diesen. Die Krankheit bricht sofort aus und verbreitet sich innerhalb kürzester Zeit über die gesamte britische Insel. Der Verlauf der Krankheit ist immer gleich. Die Erkrankten verlieren jedes menschliche Verhalten, benehmen sich wie tollwütige Tiere und haben nur ein Ziel, das Töten aller Nicht-Infizierten. Zombiegleich wandeln sie durch die Städte und Länder und töten oder infizieren jeden der noch verbliebenen.
Einige Tage nach dem Ausbruch der Krankheit erwacht ein gesunder junger Mann in einem Londoner Krankenhaus. Niemand ist dort um sich um ihn zu kümmern. Er verlässt das Krankenhaus und zieht durch die verlassenen Straßen von London. In einer Kirche findet er etliche Tote, schreckt dabei aber auch einige Infizierte auf, die ihn sofort angreifen. Auf seiner Flucht wird er von zwei Überlebenden gerettet. Kurze Zeit später findet die kleine Gruppe noch einen älteren Mann, der sich mit seiner Tochter in einem Hochhaus zum Schutz vor den Kranken verschanzt hat.
Über ein Radio empfangen sie eine Sendung einer britischen Armeeeinheit, die im Norden von England einen Stützpunkt gegen die Horden von tollwütigen Kranken hält. Sie rufen alle Gesunden auf, sich zu ihnen durchzuschlagen. Da die Gruppe in London keine Hoffnung für sich sieht, machen sie sich auf den gefährlichen Weg in den Norden Englands. Der alte Mann stirbt an der Seuche, aber die restliche Gruppe schafft es zu den Soldaten, die sich in einem alten Herrenhaus verschanzt haben. Schnell stellt sich heraus, dass diese Soldaten alles andere als freundlich sind. Da die Neuankömmlinge zwei Frauen bei sich haben, beschließen die ausschließlich männlichen Soldaten mit diesen Damen den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Der Hauptdarsteller ist damit natürlich nicht einverstanden und schnell eskaliert die Situation. Die Verseuchten stürmen das Herrenhaus und es überlegt nur der Held, seine Gefährtin und das kleine Mädchen. Die ziehen sich in die schottischen Highlands zurück. Nach 28 Tagen seit dem Ausbruch der Krankheit stellt sich heraus, dass die meisten Erkrankten verhungert sind.
In der letzten Szene werden die drei Überlebenden von einem Aufklärungsjet überflogen und ihre Rettung von der englischen Insel ist geschafft.

28 Days Later macht es mir nicht leicht. Auf der einen Seite ist der Film ein spannender Endzeit-Thriller auf der anderen Seite ein heftiger Horror-Zombie-Streifen, bei dem eine Menge Blut fließt und viele Schockeffekte den Zuschauer aus dem Sessel hauen. Wer den Film ernst nimmt, bekommt auf jeden Fall eine sehr spannende und interessante Darstellung einer Pandemie geboten, bei der es kaum Überlebende gibt. Vor allen Dingen aber die Aufnahmen des menschenleeren Londons sind beklemmend und beeindruckend. Die Seuche ist medizinisch wohl eher fragwürdig und ihre Darstellung kommt den vielen Schock- und Splatterelementen zugute. Einige weitere Hintergründe zu der Seuche wären für den Endzeit-Fan eine Bereicherung gewesen, aber man kann in einem knapp zweistündigen Film nur eine begrenzte Menge an Stoff unterbringen.

Der Film kam bei den Zuschauern so gut an, dass bereits drei Jahre später mit 28 Weeks Later" die Fortsetzung gedreht wurde.