28 Weeks Later

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28 Weeks Later

28 Weeks Later ist die Fortsetzung von 28 Days Later". Die Handlung des Films beginnt 28 Wochen nach dem Ende der Seuche. England ist praktisch entvölkert und soll von den Vereinten Nationen wieder aufgebaut bzw. rekolonialisiert werden. Zu diesem Zweck wird in London ein großes Areal abgetrennt und zur Sicherheitszone erklärt. Unter Aufsicht der US-Armee werden unter strengen Sicherheitsauflagen Flüchtlinge oder neue Kolonisten in diesem Gebiet angesiedelt. Ein Verlassen der Schutzzone ist nicht gestattet, da man noch nicht für die endgültige Ausrottung der Seuche garantieren kann (Details siehe "28 Days Later").
Unter den Flüchtlingen befindet sich ein Vater und seine beiden Kinder, die zu Beginn der Seuche aus England flüchten konnten. Die gelangweilten Kinder schaffen es, die Schutzanlagen zu überwinden und streifen durch die nicht gesicherten Straßen Londons. Sie finden ihr Elternhaus und dort ihre totgeglaubte Mutter, die die Seuche entgegen aller Erwarten überlebt hat. Sie hat sich mit Vorräten in ihrem Haus verbarrikadiert.
Die Kinder werden gefunden und die gerettete Frau wird auf eine Isolierstation innerhalb des sicheren Areals gebracht. Ab diesem Zeitpunkt nimmt das Grauen seinen Lauf. Die Frau ist immun gegen die Seuche doch trägt sie die Erreger in sich. Als sie auf ihren Mann trifft, infiziert sich dieser sofort und tötet sie in Folge der Symptome der Krankheit auf bestialische Weise. Er flieht aus der Isolierstation und verbreitet die Krankheit unter den Kolonialisten. Zunächst versucht die Armee die Krise unter Kontrolle zu bekommen, doch dies geht nicht lange gut. Da die Situation zu eskalieren droht, wird ein massives Napalmbombardement auf die Londoner Innenstadt durchgeführt. Im Anschluss wird Giftgas eingesetzt um möglichst alle Gefährdungsherde auszumerzen.
Die beiden Kinder flüchten ab diesem Zeitpunkt mit einigen Überlebenden und Soldaten aus der Todeszone, doch werden sie immer wieder von den Erkrankten gejagt, die dem Feuer und dem Gas entkommen sind. Angeführt werden diese von ihrem Vater, der durch seine Erstansteckung wie ein Anführer unter den Kranken gesehen wird. Es kommt zu blutigen Metzeleien. Zum Schluss flüchten die Kinder mit einem Hubschrauber auf das europäische Festland. Die letzte Einspielung zeigt das von Kranken und Verseuchten verwüstete Paris. Somit hat sich die Seuche von dem isolierten England auf das europäische Festland unkontrolliert ausgebreitet. Man hat vergessen, dass die Kinder mit ihrer kranken Mutter Kontakt hatten und wie sie selbst immun waren. Sie trugen die Krankheit in sich und brachten sie mit dem Hubschrauber auf das Festland.

28 Weeks Later ist durchaus sehenswert, doch kommt der Film nicht an seinen Vorgänger heran. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie die Londoner Innenstadt im Flammenmeer der Napalmbomben vergeht und Giftschwaden durch die Ruinen ziehen. Das Auftreten der Kranken wird jedoch in häufig äußerst brutaler und blutiger Weise in Szene gesetzt. Durch den "Alpha"-Kranken, den infizierten Vater der beiden Kinder, bekommt die Krankheit ein individualisiertes Gesicht und verliert seinen Schrecken als anonyme Seuche, die jeden auf die gleiche Weise dahinrafft. Man fühlt sich mehr als im ersten Teil stark an klassische Zombie-Streifen erinnert, bei denen irgendein Oberfiesling seine untergebenen Körperfresser anführt und nichts anderes in seinem Kopf hat, als die Lebenden zu töten, da es der Teufel so befohlen hat. Die Krankheit und ihre Symptome verbreiten nicht mehr den Schrecken, der einen Endzeitfilm eigentlich ausmacht (wie z.B. Virus/Overkill". Unabhängig davon bleibt die Atmosphäre erschreckend und beklemmend. Eine Fortsetzung der Serie wäre nach 28 Weeks Later durchaus angebracht, da das Schicksal der Menschheit nun vollends auf der Kippe steht. Ich würde darauf tippen, dass der Film den Titel 28 Months Later bekommt, aber dafür gebe ich keine Garantie.
Wer den ersten Teil gesehen hat, sollte sich auch den zweiten zu Gemüte führen, aber nicht zu hohe Erwartungen bzgl. des Anspruchsvollen in ihn stecken.