The Day After

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The Day After


In diesem Klassiker aus den frühen 80er Jahren wird das Schreckensbild eines atomaren Weltkrieges zwischen NATO und Warschauer Pakt an dem Schicksal der Menschen in und um Kansas City gezeichnet. Nach dem Überfall der Roten Armee auf die deutsch-deutsche Grenze eskaliert der Konflikt. Zuerst werden in Europa nur einige wenige taktische Nuklearwaffen eingesetzt, doch dann eskaliert der Krieg zu einem globalen nuklearen Schlagabtausch.
Die Handlung bündelt sich auf einige Personengruppen, die den ersten Tag nach dem Angriff (The Day After) überleben. Kansas City hat einen Volltreffer erhalten und die Umgebung ist stark verwüstet und verstrahlt. Die Menschen haben zum Teil schwerste Verletzungen davongetragen. Sehr schnell bricht die Versorgung zusammen.
Einer der Hauptdarsteller spielt einen Arzt, der in einem hoffnungslos überfüllten Krankenhaus die Verletzten und Sterbenden zu behandeln versucht.
Eine Familie überlebt in einem Schutzraum unter ihrem Haus, nur um nach einigen Stunden festzustellen, dass der Tod überall ist. Die US-Nationalgarde erschießt Plünderer und die gesamte Ordnung bricht zusammen.
Eine Radiobotschaft des Präsidenten (wahrscheinlich aus einem Bunker) ruft die Menschen zum Wiederaufbau auf, wobei klar wird, dass hierzu sämtliche Ressourcen fehlen.
Dem Zuschauer wird die Hoffnungslosigkeit und das Grauen eines Atomkrieges in jeder Minute deutlich gemacht. Es gibt selbstverständlich kein gutes Ende.

Neben dem Film "The Day After" wurden in den 80er Jahren noch zwei weitere beachtenswerte Filme zum Thema realer Atomkrieg gedreht. Stellt "The Day After" die Ereignisse des Krieges aus US-amerikanischer Seite dar, wird dies bei Briefe eines Toten aus sowjetischer und bei Threads aus britisch-europäischer Sicht geschildert.
So wirkt "The Day After" wie eine typische Hollywood-Produktion. Dagegen ist "Briefe eines Toten" eher ein in schwart-weiss gehaltenes, beklemmendes und anspruchsvolles Gedankenspiel.
Der für mich am beeindruckendste Film dieser Zeit ist die BBC-Produktion "Threads". Meines Wissens wurde dieser Film nie ins Deutsche synchronisiert und wäre in seiner bestehenden Form (ungekürzt) sicherlich nicht in deutschen Kinos oder im TV gezeigt worden, da er äußerst blutig und brutal ist. Gleichzeitig wirkt er aber auch am besten recherchiert, klärt durch Kommentare und Texteinblendungen viele Dinge zum Thema "Folgen eines Atomkrieges" auf und rafft in knapp 2 Stunden die möglichen Folgen eines Atomkrieges bis zu 14 Jahre nach dem Schlagabtausch in eine vorstellbare Schreckensvision.

Alle drei Filme zusammen genommen stellen für mich die Referenz für filmische Darstellungen von Atomkriegen dar.